Folge 7

Reiseburnout und andere Probleme
 von  | Juni 3, 2020 | Podcast | 0 Kommentare

 

Reisen ist wunderschön. Aber: Reisen ist auch anstrengend! Wie ist das, wenn man ständig unterwegs ist in der Weltgeschichte? Wird es einem da nicht auch einmal zu viel? Sei es als Langzeitreisender oder digitaler Nomade, Reiseburnout ist etwas, dass uns in unserer Arbeit als Psychologinnen und unserem Leben als digitale Nomadinnen immer wieder begegnet. 

In der aktuellen Folge des Podcasts widmen wir uns den Schattenseiten des digitalen Nomadentums und insbesondere dem Reiseburnout. Von Ursachen über erschwerende Faktoren bis hin zu Tipps und Ideen zum besseren Umgang mit dem Reisestress. Denn, so schön das Reisen auch sein mag, so anstrengend kann es eben auch werden. 

 

Transkript der 7. Folge

00:00:02

Sonia: Mit Psychologie und Laptop ein Podcast zusammen haben wir einige Diplompsychologin, psychologische Psychotherapeuten, buddhistische Therapeutin und Autorin. Und ein Doktortitel habt ihr auch noch. Als digitale Nomaden hatten wir unsere Stadt ganz klassisch in einer Praxis werden konnten dabei seit vielen Jahren unsere wunderbare Welt immer mit dabei. Und natürlich die Psychologie.

 

00:00:42

Sonia: Reisen ist so schön. Ich würde ja auch gerne viel mehr reisen, boah wenn ich das machen könnte, was du machst. Ich würde das sofort machen und auch die ganze Zeit nur um die Welt reisen und online arbeiten. Das klingt so richtig traumhaft.

 

00:00:56

Carolin: Oh ja, ist es auch, nicht Sonia? Wir stimmen dem ja zu. Es ist traumhaft. Aber es ist manchmal auch verdammt anstrengend. Und darüber sprechen wir heute über Reisenburnout und die täglichen Anstrengungen des digitalen Nomadenseins bzw. des Rumreisens. Und das ist vielleicht auch gerade der Aspekt, den viele Leute manchmal ganz schön unterschätzen, nicht wahr Sonia.

 

00:01:20

Sonia: Ja, Reisen ist anstrengend. Je schneller man reist, desto anstrengender ist. Je mehr man in ich sag mal komplizierte Länder reist, wo vielleicht Sachen nicht einfach so immer so funktionieren, wie man das so gewohnt ist von zuhause oder wenn man die Sprache nicht spricht. Reisen ist anstrengend, und was digitale Nomaden auch angeht Arbeiten online und Reisen kombinieren ist natürlich auch sehr anstrengend, weil man eben beides hat, sowohl den Arbeitsalltag und das sich da organisieren, vielleicht etwas aufbauen und gleichzeitig natürlich dann die Reise als Anstrengung. Du hast aber ganz konkret auch zum Vielreisen und dem Reiseburnout du hast auch Klienten auf Weltreise oder die auch davon betroffen sind. Wie ist es denn bei denen? Weil die Arbeiten ja nicht unbedingt gleichzeitig auch noch online.

 

00:02:03

Carolin: Ja, Sonia da hast du recht Bei mir melden sich häufig Leute, die gerade auf Weltreise sind, und gerade die wissen natürlich auch, wie anstrengend Reisen sein kann, weil eine Weltreise oder eben auch digitaler Nomade sein ist eben nicht zwei Wochen Urlaub in einem Drei-Sterne-Hotel. Weil wenn wir uns mal überlegen, wie Otto Normalverbraucher seinen Urlaub bucht, dann ist es so, dass es Monate im Voraus passiert, dass man Zeit hat, sich zu belesen, dass man Dinge plant. Es ist alles nicht ganz so komprimiert, wie wenn man auf Weltreise ist oder wenn man als digitaler Nomade unterwegs ist. Das heißt, wir planen auch im Voraus zum Teil, aber es muss eben schneller passieren. Vor Ort muss alles organisiert werden und manchmal auch schon für den nächsten Ort im gleichen Moment. Wir müssen uns an die Gegebenheiten anpassen Was gibt es, was gibt es nicht? Und vor allen Dingen bei den Weltreisen ist es ja so, dass die unterwegs auch noch Ausflüge machen wollen und etwas erleben wollen und Dinge sehen wollen. Und die stehen dann häufig auch unter Zeitdruck, weil sie sich ja nur in Anführungszeichen paar Monate oder ein halbes Jahr oder ein Jahr die Zeit nehmen, um wirklich mal die Welt zu bereisen, und sich nicht um Geld oder Arbeit Gedanken machen wollen. Obwohl Geld ist natürlich auch häufig ein Thema. Weil manchmal sind sie auch mit einem gewissen Budget unterwegs, und vor allen Dingen bei den Weltreisenden erlebe ich das dann häufig, dass die mit einer ganzen Latte von Erwartungen kommen, die sie in diese kurze Zeit so rein pressen wollen. Was ich auch vollkommen verstehen kann, weil man hat halt eine begrenzte Zeit, und man möchte möglichst viel erleben. Und ich bemerke dann häufig, dass die Leute mit Erwartungen kommen, die möglicherweise zu groß sind. Und damit muss man sich dann erstens auseinandersetzen, dass man vielleicht gar nicht alles schafft, was man sich so vorgenommen hat. Und manche Leute halten dann so sehr an dieser Checkliste fest, weil sie diese Angst haben, irgendwas zu verpassen. Diese ganz bekannte FOMO, fear of missing out. Das ist dann tatsächlich zu einem Stress wird. Und viele Weltreisender kommen auch so mit Ideen, dass diese Reise sie ganz doll verändern wird und das ist etwas ganz Tolles für sie sein wird ein Abenteuer und vielleicht auch die schönste Zeit des Lebens. Und das ist bestimmt auch der Fall. Ich kenne das von mir auch. Ich war ja ein Jahr in Indien unterwegs, und mir hat man vorher auch gesagt Indien wird dich verändern, und ich habe immer so auf den Moment gewartet, wann denn jetzt endlich mal was passiert. Dieser große Knall vielleicht auch. Und im Nachhinein kann ich schon sagen klar hat mich das verändert, aber vielleicht auch gar nicht so, wie es erwartet habe. Also, mein man geht manchmal so mit Erwartungen ran, anstatt sich einfach mal ein bisschen überraschen zu lassen und gerade mal bei so einer Weltreise mal ein bisschen lockerer zu lassen und mal zu schauen, wohin der Wind einen dweht, sozusagen. Manche Weltreisende unterschätzen auch diesen Effekt, den eine andere Kultur auf sie hat, also eine Kultur wie Indien zum Beispiel oder China, die ja doch ein ganz schön durchschütteln kann. Manchmal passiert auch etwas zu Hause bei denen. Dann wird jemand krank, oder was? Was mache ich jetzt mit dieser Weltreise? Mit dem meinem großen Traum? Mit solchen Themen kommen die Leute dann häufig auf mich drauf zu, und es ist manchmal gar nicht so leicht, wie man mit diesen Anstrengungen die die Reise ja schon verursacht, was ja auch positive Sachen sein können. Das kann auch positiver Stress sein, denn dann noch mal so was obendrauf kommt, das vielleicht zu Hause irgendwie etwas passiert. Das kann schon ganz schön destabilisierend sein. Und wer glaubt, dass Weltreise demzufolge nur entspannend ist, der irrt sich tatsächlich. Und bei den digitalen Nomaden wie du schon sagst, ist es nochmal eine ganz andere Hausnummer. Einfach weil wir natürlich auch noch nebenbei arbeiten. Was sind denn so für dich die täglichen Herausforderungen, mit denen du als digitale Nomadin zu tun hast, Sonia?

 

00:05:40

Sonia: Wo fange ich denn da an? Ich glaube, das Häufigste ist so etwas wie gutes Internet finden, dafür sorgen, dass das funktioniert. Zu wissen wie ich die SIM-Karte auflade. Hatte ich erst kürzlich wieder damit zu kämpfen? Aber natürlich auch Wo ist der nächste Supermarkt? Wie kriege ich das? Was gibt’s dort? Was kann ich da verstehe ich das? Wie verständige ich mich? Wo ist die nächste Unterkunft? Wie komme ich da hin? Kann ich das Wasser trinken? Muss ich erst Wasser kochen? Also diese kleinen Sachen, die natürlich ganz anders sind, als wenn man an einem vertrauten Ort länger bleibt.

 

00:06:16

Carolin: Ich finde auch immer schon die Frage Wohin als nächstes unglaublich schwierig. Meistens fahre ich, fliege ich in ein Land. Okay, keine Ahnung. Jetzt soll es Vietnam sein z.B.. Ich weiß meistens noch gar nicht so viel darüber. Aber natürlich möchte ich auch einen schönen Aufenthalt haben. Wie du schon sagst, Internet ist unglaublich wichtig. Kriege ich in den Bergen Internet oder eher am Strand? Ich persönlich finde das unglaublich anstrengt schon zu sagen, wohin es geht, und sich beschweren. Es ist natürlich auch aufregend, und ich finde, ich empfinde es als positiv, sonst würde ich das ja nicht machen. Aber das sind so diese ganzen kleinen Entscheidungen, über die man sich nicht wirklich Gedanken machen muss, wenn man an einem Ort bleibt. Auch wenn man als digitaler Nomade länger an einem Ort bleibt, dann hat man natürlich schon gewisse Gewohnheiten. Oder man hat so ein bisschen seine Komfortzone an einem bestimmten Ort aufgebaut, in dem man eben über all diese Dinge einfach Bescheid weiß. Das wird so ein bisschen ein ganz angenehmer Automatismus

 

00:07:09

Sonia: Klar, oder auch an Orte zurück kehrt, die man schon gut kennt. Das ist natürlich auch mal ganz entspannend. Ich glaube, was wir so sagen oder was, wenn ich das so zusammenfassen kann. Es gibt beides. Es gibt die äußeren Herausforderungen, die das Ganze anstrengend machen können. Das ist die Reiseorganisation, die das Andersartige in dem Land vor Ort, die kleinen Dinge, die man so klären muss, die Gefahren vielleicht, möglicherweise auch, die man nicht so gut einschätzen kann. Und das andere ist das Innere, also gerade die eigenen Erwartungen und die eigenen Vorstellungen davon, wie dieses Leben denn aussehen soll und wie man das gerne leben möchte und wie man es vielleicht auch nach außen präsentiert. Mir sind vor kurzem erst wieder Reisende, das waren keine digitale Nomaden, aber Reisende begegnet, die erzählt haben, dass sie sich total gefreut haben, dass es gerade mal einen Tag lang geregnet hat, weil sie sich dann erlauben durften, sozusagen auch zu Hause zu bleiben, im Hotel zu bleiben und den ganzen Tag lang nur zu lesen und Serien zu gucken. Und man sollte vielleicht nicht einfach immer nur auf den nächsten Regen warten, sondern vielleicht auch gucken, ob man sich das selber auch erlauben kann. Und da muss man natürlich ganz viel mit diesen eigenen Erwartungen arbeiten. Ich glaube, das ist etwas, was viele vor eine Herausforderung stellt, auch unter den digitalen Nomaden. Diese Vorstellung davon, wie das denn auszusehen hat, wenn man digitaler Nomade ist, dass das immer Paradies ist immer toll ist, man am besten immer mit dem Cocktail am Laptop, am Strand, in der Hängematte und so weiter ist. Und wenn dann aber gleichzeitig die Realität ja so anders aussieht und oft eben viel komplizierter ist, dann entsteht natürlich innerlich oft so ein Druck und so ein Widerspruch, der dann auch möglicherweise zu diesem Reiseburnout mit beiträgt.

 

00:08:46

Carolin: Ja, natürlich. Und ich finde auch immer die Offenheit ganz wichtig. Wenn ich in sozialen Medien unterwegs bin, dann sieht man bei den digitalen Nomaden natürlich immer nur die Traumbilder vom Strand, und die sitzen natürlich auch alle in ihren Bildern mit dem Laptop am Strand. Und das hatten wir ja schon einmal erklärt, dass das ziemlich unrealistisch ist. Aber digitale Nomaden sorgen natürlich auch so ein bisschen dafür, dass dieses Bild aufrechterhalten wird. Dabei haben sie wahrscheinlich die letzten sieben Stunden nur hinter einem Laptop verbracht, und zwar in ihrem Airbnb und haben eben nicht am Strand wirklich Zeit verbracht, sondern es war eine halbe Stunde, wo sie dann draußen mal gesessen haben, und haben dann noch einen Filter über das Bild drüber gelegt. Und das wird dann so ein bisschen verkauft in Anführungszeichen. Dabei finde ich es aber auch so wichtig, einfach mal ehrlich damit zu sein. Ich habe auch häufig Freunde, die mich anrufen aus Deutschland und sagen Na, du bist ja keine Ahnung, so braun, und du hast bestimmt gerade eine ganz tolle Zeit. Und ich sag dann ja aber eigentlich ist es nicht so weil es ist gerade eben auch sehr anstrengend. Und meistens wird man dann auch nicht ganz so ernst genommen, weil die Leute glauben, man will ihnen jetzt die Taschen voll hauen, einfach auch mal die Wirklichkeit ein bisschen besser darzustellen. Weil es sind natürlich nicht nur die eigenen Erwartungen, wie es sein muss, sondern auch die Erwartungen der anderen. Wenn man auf Weltreise geht oder als digitaler Nomade unterwegs ist, dann kommt natürlich auch von Hause so ein bisschen Druck. Und was die Leute sich vielleicht vorstellen, wie man lebt, und dem will man vielleicht auch gerecht werden. Also da muss man vielleicht auch mal seinen ganz eigenen Weg definieren und zu sagen Was brauche ich denn jetzt? Was ist mein Rhythmus? Wie kann ich mich daran anpassen? Und was will ich wirklich? Weil am Ende, Egal, ob es darum geht, dass man digitaler Nomade ist oder Weltreisender. Es geht doch eigentlich immer darum, dass man ein schönes Leben hat und dass man die Zeit genießt. Und das sollte man eigentlich eher schauen, dass man zufrieden ist, anstatt nur die Erwartungen der anderen zu erfüllen.

 

00:10:38

Sonia: Unbedingt. Und was du da auch hast du ein bisschen mit anklingen lassen in so einem Nebensatz, ist natürlich auch eine Frage davon Wie kommt man denn unter? Wie reist man ganz praktisch, wie viel Geld hat man zur Verfügung? Also reise ich nur in günstige Hostels, in günstige Länder? Muss ich jeden Cent mir zusammen sparen? Oder kann ich es mir auch leisten, mir eine schöne Wohnung zu suchen, mir das bequemere Fortbewegungsmittel zu gönnen und so weiter? Und das ist ja was, wo wir beide natürlich einen gewissen ich sag mal Standard für uns auch erreicht haben. Dadurch, dass wir eben arbeiten und damit natürlich auch wirklich auch Geld verdienen und nicht nur ein paar Cent, sondern ganz ich sag mal ganz vernünftig Geld verdienen, ohne dabei reich zu werden, aber so, dass wir uns durchaus leisten können, uns eben auch vielleicht die schönere Wohnungen zu gönnen oder eben den bequemeren Bus oder was auch immer es ist. Und das merke ich, dass das bei vielen natürlich auch ganz viel dazu beiträgt zu diesem Reiseburnout, dass, wenn man ständig darum bemüht ist und bemüht sein muss, nur ganz günstig zu reisen, vielleicht zu unmöglichen Zeiten zu reisen weil da der Flug ein paar Euro günstiger war oder mit dem schlechtesten Bus fährt oder dem wo man tausend Mal umsteigen muss. All diese Sachen, und das dann noch kombiniert mit gleichzeitig zu versuchen, seine Arbeit zu machen und voranzukommen mit seinem Business und so weiter. Das ist natürlich nochmal eine richtig zusätzliche Herausforderung. Und deswegen glaube ich, dass es wirklich Sinn macht, sich auch für digitale Nomaden sich mehr Gedanken darüber zu machen, was man so braucht im Leben und wie man auch ein bisschen so ein Level herstellen kann, das man wirklich für sich auch zufrieden ist und vielleicht nicht sich noch ganz viel zusätzlichen Stress dazu bucht, den man vielleicht sonst vermeiden könnte.

 

00:12:22

Carolin: Ja, und man kann Land auch anders kennenlernen. Ich weiß, dass du so unglaublich gerne im Café sitzt und einfach nur Leute beobachtet. Könnte man eigentlich auch sagen es in jedem Land wahrscheinlich auch irgendwie ähnlich. Ich bin jemand. Ich stapf unglaublich gerne durch die Natur und krabbel auf irgendwelche Berge rauf oder geh schnorcheln. Könnte ich theoretisch auch sagen, dass ist auch fast in jedem Land gleich. Aber auch das ist eine Art und Weise, ein Land kennenzulernen, weil natürlich gibt es immer die kleinen, feinen Unterschiede. Und manchmal frage ich mich, ob man so ein Land nicht sogar noch besser kennenlernen kann. Und ich persönlich in meinem Leben sag immer, ob ich jetzt den 25 Tempel sehe oder nicht, es wird mein Leben jetzt nicht großartig auf den Kopf stellen. Hab ich wirklich was davon, wenn ich mich jetzt dazu zwinge, mich an möglicherweise auch die Grenzen meiner Belastbarkeit bringe? Weil das ist natürlich so, als digitale Nomadin arbeite ich auch unglaublich viel. Ich hab mit Sicherheit mehr Freizeit als jemand anders jetzt aber auch nicht unbedingt so viele Stunden. Und dann auch einfach mal abzuwägen und mich zu fragen Macht es jetzt Sinn, dass ich das mache? Ist mir das wirklich wert oder eben auch nicht? Einfach mal so ein bisschen runterzufahren. Und da ist es vielleicht auch mal ganz gut, sich an anderen Leuten zu orientieren, die da vielleicht schon so ein bisschen erfahrener sind, weil die digitale Nomaden Community ist jetzt auch nnicht unbedingt klein, na?

 

00:13:38

Sonia: Ja, ich glaube, es ist halt eben kein Sprint, sondern Langstreckenlauf oder für den wir unterwegs sind. Also ich vergleiche das oft mit diesem. Wenn, dann so reden wir auch in anderen Folge darüber, wenn Freunde und Familie zu Besuch kommen und die Urlaubserwartung haben. Ich bin nur drei Wochen da, ich möchte alles sehen. Ich möchte ganz viel machen. Ich möchte unbedingt das und das genießen und überhaupt ganz viel sehen. Und für uns ist es halt natürlich, und das merke ich auch bei digitalen Nomaden, die schon länger unterwegs sind, dass die natürlich eine ganz andere Haltung haben. Das ist nicht eine Reise, sondern es ist unser Leben. Und zu dem gehört Alltag genauso dazu, darüber reden wir ja auch einen Podcast immer wieder von Wäschewaschen über Steuererklärung machen und sonst irgendwas. Es ist eben unser Leben und das heißt zum Leben gehört natürlich genauso dazu, dass man ganz viele Pausen hat, dass man Zeit hat, Bücher zu lesen, mal vielleicht einen Film zu schauen, Yoga machen, meditieren, was auch immer das ist, was man selber so machen möchte im Leben, und dass wir das natürlich nicht aussetzen für die Zeit der Reise, sondern im Gegenteil, dass es ganz wichtig ist, dass wir das mit Integrieren in unseren Alltag dieses ein bisschen langsamer machen, auch mal Pausen gönnen, ja und eben auch damit klarkommen oder vielleicht das sogar toll finden, wenn man mal einen Tempel nicht sieht, weil man hat vielleicht stattdessen irgendwas anderes, Schönes gemacht, was einem vielmehr in Erinnerung bleiben wird.

 

00:14:54

Carolin: Ich bemerke bei mir eigentlich häufig, dass so viele Sachen ich auch häufig vergesse, wenn ich mich jetzt nicht unbedingt ein Foto dazu habe oder sowas. Also diese Dinge, wo ich damals vielleicht dachte, es wird total spannend, dann ist es so schöne Dinge zu sehen, sind dann am Ende irgendwie auch gar nicht so präsent. In meinem jetzigen Leben was schon keine Ahnung fünf Jahre weiter ist oder so etwas. Deswegen sage ich auch immer Wird es jetzt wirklich so viel verändern? Und anstatt dessen einfach mal lieber auf das eigene Energielevel zu schauen, um einfach auch wirklich noch Dinge machen zu können, die uns wichtig sind. Weil ich glaube, deswegen sind viele Leute ja auch digitale Nomaden geworden. Einfach, dass wir nicht nur arbeiten, sondern dass wir auch noch andere Projekte vielleicht noch machen können, die uns am Herzen liegen oder eben auch Zeit draußen verbringen. Aber dafür brauchen wir auch die richtige Energie. Ansonsten ist es eben überhaupt gar nicht mehr möglich. Und da muss man halt auch ein bisschen den Perfektionismus rausnehmen. Man muss sich einfach mal um sich selbst kümmern und notfalls eben auch mal die Reißleine ziehen.

 

00:15:49

Sonia: Absolut und wirklich, glaube ich, ganz wichtig nicht unterschätzen, wie anstrengend Reisen eigentlich ist. So toll es ist es doch auch allein für den Körper anstrengend. In fremden Betten immer wieder woanders unterwegs sein, Zeitzonen wechseln und so weiter. Das ist ja schon auf einer ganz einfachen körperlichen Ebene anstrengend. Und dann kommt natürlich die psychische Ebene noch mit dazu. Der Zeitfaktor und gerade diese Entscheidungsmüdigkeit die ich bei vielen digitalen Nomaden beobachte. Dieses ich muss schon wieder entscheiden, wo ich als nächstes hingehe. Ich muss schon wieder irgendwie ein Airbnb besuchen. Mir geht es oft so, dass, wenn ich dann denke, oh toll ich reise da demnächst in dieses Land, ich freue mich darauf, ich fange an zu suchen, und nach einer Viertelstunde würde ich am liebsten den Computer an die Wand werfen, weil es eben doch komplizierter ist, weil ich halt die ganzen Bewertungen mir durchlesen muss, weil ich gucken muss, in welcher Lage, wo, was ist mir wichtig und so weiter. Manchmal denke ich brauche keine virtuelle Assistentin für mein Business, sondern vielleicht brauche ich eine für meine Reiseplanung und mein Privatleben. Mal gucken, das kann man natürlich theoretisch auch machen und sich Unterstützung holen.

 

00:16:49

Carolin: Ich kenne viele digitale Nomaden, die dann so auch als Pärchen oder als Freunde einfach zusammen reisen. Und der eine übernimmt das, und der andere übernimmt das andere. Die sagen Okay, als nächstes hin. Was können wir uns da vielleicht auch anschauen? Ein Airbnb raussuchen oder schon mal eine Vorauswahl zu treffen hat schon so ein bisschen was von Assistenz. Es im Endeffekt einfach eine Arbeitsteilung. Weil wenn sich mal jemand vorstellt, der an einem Ort fix irgendwo wohnt, in Berlin zum Beispiel, muss mich eben nicht jeden Tag darum kümmern, welches Geld ich denn jetzt hier verwende. Und wie sagt man Was kostet das in der Sprache? Und wo ist der Supermarkt? Sondern zusätzlich zu der Arbeit, die diese Person in Berlin vielleicht auch noch hat, kommen eben diese ganzen extra Dinge ja auch nochmal hinzu. Und ich habe die Erfahrung gemacht oder die Beobachtung, dass viele Leute, die halt zusammen reisen, sich diese extra Anstrengungen teilen können. Und wenn das ausgeglichen ist, weil man es eben nicht alles alleine machen muss. Weil es ist halt auch anstrengend, diese Entscheidungen immer zu treffen, dann fällt da schon eine ganz schöne Last ab. Und deswegen muss man, wenn man alleine unterwegs ist, vielleicht nochmal ein extra Auge drauf haben, das man sich dann nicht übernimmt.

 

00:17:59

Sonia: Und es ist natürlich auch ein Grund einer von vielen, warum so viele digitale Nomaden wirklich lange an einem Ort bleiben. Also es gibt ja durchaus diese digitalen Nomaden, die dauerhaft an einem Ort leben, umgeben von anderen digitalen Nomaden und das beugt natürlich auch ein Stückweit auch diesem Reisebüro. Und gleichzeitig, finde ich, entgeht einem da natürlich auch ein großer Vorteil des digitalen Nomadenleben. Denn ich möchte auf das Reisen nicht verzichten, und ich glaube du auch nicht, Carolin

 

00:18:26

Carolin: Nein, um Gottes willen, was ich beobachtet habe, auch in letzter Zeit. Was es immer mehr gibt, sind so digitale Nomaden, die anderen digitalen Nomaden ihre perfekte Reise verkaufen. Es gibt sozusagen Reiseagenturen für digitale Nomaden. Komm hierher! Wir sorgen für alles. Du kannst arbeiten, du hast Internet, wir machen Ausflüge mit dir. Das finde ich persönlich ein bisschen amüsant, ehrlich gesagt, weil da merkt man erstmal, wie schwierig das wirklich ist, diese ganzen Sachen oder bzw. wie viel mentale Kapazität das vielleicht auch braucht. Aber du hast schon recht. Es nimmt dem natürlich so ein bisschen, dass Nomadensein. Die Frage ist halt auch immer Wie viel arbeitet und bei dir und mir mir ist es ja schon so, dass wir unser Wegläuft jetzt auch nicht unbedingt minimal ist und dass es immer mal wieder neue Projekte gibt, wie z.B. diesen Podcast. So Sachen, die uns am Herzen liegen, die wir gerne machen möchten. Und die dann natürlich einfach als zusätzliche Arbeit auf uns drauf zukommen. Das ist dann manchmal auch so ein bisschen die Entscheidung. Bleibe ich jetzt fix an einem Ort, oder kann ich das beides händeln? Da muss ich natürlich auch gut in mich hineinhören und wissen. Was brauche ich gerade und was kann ich vielleicht auch gerade?

 

00:19:35

Sonia: Absolut. Ich sehe das bei mir persönlich. Ich versuche immer so ein bisschen, so ein Wechsel auch das haben wir beim Reiseverhalten ja auch schon besprochen. Aber ich finde, das passt hier auch sehr gut rein. Ich merke das bei mir, wenn ich zum Beispiel eine Weile in dem Land unterwegs bin, was ich noch gar nicht kenne. Was ganz anders ist, was vielleicht herausfordernd ist, weil die Sachen, die sonst woanders funktionieren, dort eben nicht funktionieren, also wo ganz viel meiner Energie wirklich in diese Alltagsbewältigung geht. Dann ist es für mich auch danach wichtig, wieder eine Zeitlang an einem Ort zu sein, den entweder den ich gut kenne oder wo ich ein bisschen zur Ruhe kommen kann und sagen kann hier ist entweder gar nicht so viel zu sehen, oder ich kenne den Ort schon, oder ich möchte hier einfach mal bleiben, was auch immer das dann ist. Aber so einen Ort zu haben, wo ich sage Okay, jetzt verlasse ich mal einen Monat lang quasi kaum meinen Alltag, sondern mache hier wirklich Alltag und komme zur Ruhe. Beruflich und privat und erhol mich. Und schöpfe wieder Kraft, bevor ich dann wieder bereit bin und die Energie habe, mich wieder den nächsten großen Herausforderungen zu stellen. Und das ist glaub ich auch mein wichtigster Tipp an digitale Nomaden, sich wirklich klarzumachen, dass es eigentlich ja darum geht, dieses Leben langfristig zu leben, und dass man nicht die ganze Zeit nur powern kann und Energie ausgeben kann und so weiter, sondern man auch diese Phasen braucht, wo man wieder Energie schöpft. Und einen Teil kriegen wir natürlich auch Energie durch das Reisen, durch das andere und so weiter. Aber manchmal brauchen wir auch diese Ruhephasen, und da ist jeder auch ein bisschen anders. Und der eine braucht die vielleicht mehr, und der andere braucht in der Natur und möchte lieber in der Stadt sein. Aber da ist es wirklich ganz wichtig, sich selber gut zu kennen und sich damit auseinanderzusetzen. Was ist denn das, was ich ganz persönlich wirklich ich brauche? Und vielleicht ein bisschen davon wegzukommen, sich zu überlegen Was denken denn die anderen? Wie machen die das? Oder wie sollte es denn von außen angeblich aussehen?

 

00:21:21

Carolin: Ja, es ist einfach ganz wichtig, dass man sich selber kennenlernt. Und natürlich auch, dass sich solche Dinge verändern. Wir machen es ja auch schon eine ganze Weile. Sonia, du und ich und auch da einfach immer wieder zu erkennen, dass sich die Bedürfnisse mit den Jahren vielleicht auch einfach ändern. Diese Phasen, die du beschreibst, dass du mal mehr Aktivität haben möchtest und dann mal wieder ein bisschen weniger bzw. mehr Arbeit und dann wieder ein bisschen mehr Ruhe, kenne ich von mir persönlich auch. Idealerweise finde ich es immer gut, wenn ich immer die Mitte halte, so ein bisschen zwischen beiden, aber auch, dass man mit diesen Phasen lernt umzugehen. Und darum ist es so wichtig, einfach mal achtsam mit sich selbst zu sein, und dass man immer mal wieder so einen kleinen Check in mit sich macht und sich fragt Was brauche ich gerade? Und was tut mir jetzt gerade gut? Und da vielleicht auch mal die Priorität so ein bisschen mehr drauflegen und nicht eben auf das, was die Social Media Follower sagen oder was die Leute zu Hause hören wollen oder was die Arbeit macht, sondern einfach mal diese Sache zur Priorität machen und sich regelmäßig zu fragen, wie es einem geht

 

00:22:22

Sonia: Und sich auch klarzumachen, dass es auch als digitaler Nomade völlig in Ordnung ist, wenn man mal ein paar Monate lang nichts erlebt, nichts Spannendes, Aufregendes, Neues oder mal an einem Ort bleibt, den man schon gut kennt. Da merke ich auch manchmal diese Angst, das, was zu verpassen ist, die bei digitalen Nomaden natürlich gerade auch in den ersten Jahren vielleicht sehr stark vertreten ist. Und ich glaube, das erklärt dann auch, dass relativ viele digitale Nomaden nach so zwei, drei Jahren doch zu dem Ergebnis kommen, sie können das nicht weitermachen. Das ist so nicht langfristig haltbar. Und die dann sagen Sie müssen dieses Leben aufgeben und doch wieder zurückgehen oder was anderes machen. Und das ist natürlich irgendwie schade, wenn das das Ergebnis ist. Ich glaube, es ist wirklich machbar, es anders zu lösen. Aber dafür muss man wirklich sich fragen und sich damit beschäftigen, was man selber so braucht und was einem selber wichtig ist.

 

00:23:11

Carolin: Da gehört auch mal eine gewisse Vorbereitung mit dazu. Wenn du und ich, wenn wir an einen Ort reisen, an einen neuen Ort, den wir vielleicht auch gar nicht kennen, was mir relativ häufig passiert, meistens lese ich gar nicht unbedingt viel über den Ort, sondern springen einfach erstmal ins kalte Wasser und erfahr dann die meisten Sachen vor Ort. Interessanterweise auch die Angewohnheit, wenn ich an neuen Ort ankomme und es noch bei Tageslicht ist, dass ich dann meistens schon relativ k.o., aber trotzdem eben nochmal zwei, drei Stunden irgendwie zu Fuß unterwegs bin und den Ort erkunde und abends häufig ins Bett falle und sage oh mein Gott, warum habe ich das gemacht? Es war so ein schöner Tag, aber ich bin jetzt echt k.o. Das ist so ein bisschen Tag eins wie er für mich regelmäßig aussieht. Aber danach komme ich relativ schnell wieder in meine Routinen rein. Über die werden wir beim nächsten Mal sprechen, aber einfach so. Zu wissen, was ist für mich wichtig, um diesem Reiseburnout entgegenzuwirken? Routinen sind dann natürlich eine wichtige Sache. Aber auch zu wissen, wie soll denn meine Tagesstruktur so ungefähr ablaufen? Und da glaub ich lernt man mit der Zeit, wenn man da achtsam ist, bewusst, weiß, wie man damit umzugehen hat. Dann, glaube ich, kann man so einem Reiseburnout schon ganz gut entgegenwirken. Und wie du schon gesagt hast, es ist schade, wenn es dann an sowas in Anführungszeichen recht einfachen irgendwie hapert und man deswegen das ganze Projekt digitaler Nomade sozusagen über Bord wirft.

 

00:24:28

Sonia: Ja es gehört halt auch dazu, sich zu überlegen, was für ein Typ Reisender man denn wirklich so ist, oder? Also auch die Frage, ob man denn lange im Voraus plant oder ob man wie du es vielleicht auch manchmal ein bisschen spontaner macht, ob man vorher schon das recherchiert, über das Land oder eher auf sich zukommen lässt. Da gibt es ja ganz viele unterschiedliche Arten und Weisen das zu machen. Und das eigentlich Entscheidende ist doch, dass man die Variante findet, die einem selber wirklich entspricht und die gut zu einem passt. Ich habe zum Beispiel beschlossen, dass ich für 2020 weniger vorausplanen möchte, weil ich letztes Jahr festgestellt habe, dass ich mehrfach Sachen schon im Voraus gebucht hatte oder längerfristig im Voraus geplant hatte, die ich dann vielleicht kurzfristig doch anders gemacht hätte, wenn sie nicht schon gebucht gewesen oder geplant gewesen wären. Und somit habe ich für mich beschlossen, dass ich 2020 lieber ein bisschen spontaner sein möchte, um auf das reagieren zu können, was dann so passiert. Mal sehen, wie sich das dann so weiterentwickelt. Aber ich glaube, dass ist so das, dass dieses sich für sich selber kennen und sich selber einschätzen können. Ist, glaube ich, das eigentlich Entscheidende. Und ja, einfach damit klarkommen, dass es sich auch im Laufe der Zeit ändert, das für sich akzeptieren und sich regelmäßig fragen, was man eigentlich gerade braucht.

 

00:25:42

Carolin: Ja, Sonia, ich glaube, das hast du schon ganz gut zusammengefasst. Und im Idealfall ist es natürlich wirklich nur so, dass es nur die kleinen täglichen Anstrengungen sind, die das Reisen manchmal zu einer Herausforderung machen. Aber es gibt natürlich auch die großen Krisensituationen, und manchmal haben wir natürlich Leute, die uns genau in so einer Situation kontaktieren, wo dann einfach wirklich gar nichts mehr geht, wo man in seinen schönen Ferien oder in seinem digitalen Nomadenleben eben nicht mehr in der Lage ist, das Leben zu genießen. Das ist eine Sache, die es tatsächlich gibt. Man sollte diesen Reiseburnout nicht unterschätzen. Daher glaube ich die Nachricht an alle digitale Nomaden und auch an die Weltreisenden und natürlich auch die Expats und alle anderen auch. Achtet gut auf euch, schaut, was ihr braucht. Lasst es nicht zum Worst-Case-Szenario kommen, weil wenn man eben nicht auf sich achtet und das Ganze wie eine Lawine vor sich her schiebt. Dann türmt sich irgendwann auf und wird immer schwerer zu handeln. Und im Fall des Falles, wenn es ganz schlimm wird, dann holt euch professionelle Hilfe. Weil das kann jedem mal passieren, dass man sich da einfach übernimmt.

 

00:26:47

Sonia: Das heißt zum Schluss, wenn wir unsere Tipps vielleicht nochmal so zusammenfassen. Ich glaube, es ist wirklich wichtig, sich selber zu kennen, sich mit sich selbst zu beschäftigen, zu überlegen, wirklich auch regelmäßig zu überlegen. Was ist es denn, was ich brauche? Wie möchte ich wirklich reisen? Und das natürlich auch flexibel anzupassen an das aktuelle Herausforderungsniveau, an das eigene Energielevel. Ich glaube, die große Botschaft ist vielleicht ein bisschen langsamer reisen. Ich glaube, das würde vielen Menschen gut tun, sich auch mal eine Auszeit gönnen. Man muss also nicht auf den Regen warten, um mal einen Tag lang im Bett mit Netflix oder einem guten Buch zu verbringen. Das kann man sich auch selber gönnen, vielleicht sogar regelmäßig. Sich vielleicht auch darüber zu freuen. Du hast vorhin FOMO erwähnt, es gibt ja das Gegenstück dazu JOMO the Joy of Missing Out, also die Freude, auch mal was zu verpassen. In diesem Sinne kann ich sehr empfehlen, vielleicht auch wirklich dem Perfektionismus ein bisschen rausnehmen, sich mehr um selbst Fürsorge, Selbstmitgefühl kümmern. Und wie gesagt, es gibt ganz viele Möglichkeiten, ein Land kennenzulernen. Und ob das jetzt im Café ist und man Leute beobachtet oder vielleicht auch mal vom eigenen Fenster oder Balkon aus sich das Treiben anguckt. Ich glaube auch, was ganz viele unterschätzen, ist dass bei allem Andersartigen und allem Fremden und Neuen ist auch wirklich unglaublich wichtig ist, sich auch mit dem Bekannten immer wieder auseinanderzusetzen, also den regelmäßigen Kontakt zu Freunden und Verwandten oder vielleicht, wenn man auch in einem ganz fremden Land ist, empfehle ich das immer mal Leuten, die so ein bisschen an der Grenze zum Reiseburnout out sind, sich mal irgendwo hin zu begeben, wo die ganzen Touristen sind, an die Orte, die man vielleicht sonst meidet, aber die dann dazu führen, dass man sich ein bisschen besser aufgehoben fühlt oder zumindest umgeben ist von vertrauten Menschen, die einem ähnlich sind, vielleicht, wo die Sprache gesprochen wird. Und das kann manchmal richtig gut tun. Also selbst wenn es das große Museum ist oder so oder doch der große Tempel, ohne dass man sich den umbedingt anguckt, einfach um mal so ein bisschen Pause

 

00:28:38

Carolin: Oder das deutsche Schnitzel in Thailand

 

00:28:40

Sonia: Ja auch das oder das deutsche Schnitzel in Thailand genau, also auf jeden Fall auf sich achten, rechtzeitig, damit das eben nicht zum Reiseburnout kommt. Also wirklich eine bekannte Situation immer mal wieder aufsuchen, auch wie du am Anfang schon gesagt hast, offen und ehrlich auch berichten über den Alltag, Freunden, Verwandten, ein bisschen wegkommen von diesem Traumbild und ein bisschen mehr Realität reinbringen, wie wir es ja auch mit diesem Podcast versuchen. Vielleicht nimmt sich da der eine oder andere ein Beispiel dran oder tut es auch eh schon. Können wir auf jeden Fall sehr empfehlen, denn am Ende ist dieses Reiseburnout ich hab das bei ein paar Menschen erlebt und diese totale Erschöpfung und Entscheidungsmüdigkeit. Das ist wirklich sehr ernst zu nehmen und kann zu ganz schön Komplikationen führen. Und natürlich gibt es ganz viel, was man, wie gesagt, vorher tun kann, damit es gar nicht erst so weit kommt.

 

00:29:26

Carolin: In diesem Sinne, wir freuen uns auf Kommentare von euch vielleicht habt ihr sowas auch schon mal erlebt. Wie seid ihr damit umgegangen? Mit diesen Anstrengungen habt ihr irgendwelche Fragen? Wie plant ihr eure Reisen und wie schafft ihr das vielleicht auch immer wieder Energie zu tanken und den Perfektionismus ein bisschen rauszunehmen? Und beim nächsten Mal sprechen wir über Routinen und Gewohnheiten, Sonia, nicht wahr?

 

00:29:49

Sonia: Ja. Passt sehr gut im Anschluss dazu glaub ich, denn die helfen uns ja auch zum Großteil, dem Reiseburnout vorzubeugen, sozusagen.

 

00:29:56

Carolin: Das war die heutige Folge von Mit Psychologie und Laptop um die Welt. Schön dass ihr dabei wart. Wenn ihr Fragen Anregungen oder Kommentare habt lasst es uns wissen. Und wenn ihr mehr über unser digitales Nomadenleben wissen wollt vielleicht auch mal ein paar witzige Fotos sehen wollt dann schaut doch bei Instagram vorbei oder auf unserer Webseite. Bis zum nächsten Mal.

 

Weiterführende Links

Schreibe uns eine E-Mail: 
podcast@mit-psychologie-und-laptop.de
Folge uns bei Instagram:    @mitpsychologieundlaptop

Hör doch noch eine Folge!

Teile die Folge mit deinen Freunden!